Nein und Ja – aber eher Nein, es ist kein Hexenwerk und auch nicht besonders schwer, sich selbständig zu machen. Es ist auch keine Quantenphysik. Es gibt aber einige Stolperfallen auf dem Weg in die Selbständigkeit, wo ich ins Straucheln kommen kann. Ich kann mir auch zuviel Information “besorgen”, gerade wenn ich die einschlägigen Suchmaschinen mit Worten, wie “Existenzgründer” füttere. Diese gesammelten Informationen müssen nicht unbedingt richtig sein und/oder können mich sogar verwirren. Dieser kurze Beitrag soll kein Ratgeber mit “7 Schritten zum Erfolg” werden, sondern soll vielmehr zum Nachdenken anregen.

Die eigentliche Gründung ist leicht!

Der Akt der Existenzgründung ist schnell erledigt. Wenn ich Einzelunternehmer bin und nicht einer freiberuflichen Tätigkeit nachgehe, ab zum Ordnungsamt, Gewerbeschein holen und fertig. Ich bin jetzt kraft Gewerbeschein selbständiger Unternehmer. Oder die freiberufliche Tätigkeit beim zuständigen Finanzamt beantragen, auch fertig. Die anderen Unternehmensformen erspare ich mir an dieser Stelle. Ob meine Geschäftsidee und der Gewerbeschein oder die Bestätigung durch das Finanzamt letztendlich reichen, um erfolgreich zu sein, steht auf einem anderen Blatt.

Die (Business) Planung

Einen Businessplan zu erstellen ist an sich schon eine gute Idee. Aber bitte nicht um des Planens willen. Sicher gibt es Stellen, wie Banken, Vermieter und Arbeitsagenturen oder auch Jobcenter, die den Businessplan zur Beurteilung, ob der Gründer das Darlehen, die Gewerbefläche, den Gründerzuschuß oder Investitionszuschuß bekommt, heranziehen. Manchmal stelle ich mir die Frage, ob die Beurteiler den Plan überhaupt gelesen, geschweige denn verstanden haben. Der Businessplan alleine bringt aber noch nicht den gewünschten Umsatz.

Antworten auf Fragen

Viele Gründer haben einen (Business) Plan, aber noch keine Antworten auf die wenigen wichtigen Fragen:

  • Wer ist das Publikum bzw. die Zielgruppe für das Produkt/ meine Dienstleistung?
  • Was sind ihre Bedürfnisse und wie kann das Produkt sie unterstützen?
  • Sind diese Menschen bereit für dieses Thema Geld auszugeben?
  • Wo erreiche ich genau diese Menschen und keine anderen?
  • Was brauche ich an Fähigkeiten und Kompetenzen um zu „liefern“?
  • Wie verkaufe ich mein Produkt, ohne das ich es „verkaufen“ muss?

Die Fragen klingen eigentlich banal, vielleicht fällt die Beantwortung deswegen schwer. Ich kann eine tolle Geschäftsidee haben. Ich kann ein tolles Produkt haben, eine sehr durchdachte Dienstleistung anbieten. Wenn ich aber nicht weiß, wer mir das abkauft, wo ich diese Menschen finde und wie ich die Personen ansprechen kann, dann sterbe ich in Schönheit.

Ist Selbständig werden nun schwer? Nein, aber das Selbständig sein umso mehr!

Fast schon ein wenig philosophisch, aber stimmt doch. Der Akt der Gründung ist easy, das Durchhalten, das Überstehen von Gewittern ist schon schwerer und erfordert auch den Willen zur Disziplin.

Markus Cerenak, ein Coach, den ich sehr schätze, hat drei einfache Schritte in diesem Zusammenhang entwickelt:

  1. Entwickle die Idee – egal ob uralt oder bahnbrechend neu,
  2. Halte die Planungsphase kurz und fokussiere dich,
  3. Setze um. Tue. Mach. Komm ins Handeln.

und beantworte die Fragen frühzeitig!

Du packst das!
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